SPD zu Gast in der Geislinger Kaiser-Brauerei

Veröffentlicht am 12.07.2007 in Kreisverband

SPD-Kreisvorsitzender Sascha Binder zusammen mit Brauer Ulrich Kumpf vor der Geislinger Kaiser-Brauerei

"Bier macht nicht dick“

Dass Parteiarbeit nicht immer trocken sein muss, bewies der SPD-Kreisvorstand kürzlich bei einem Besuch der Geislinger Kaiser-Brauerei. Politisch wurde es dennoch: Der SPD-Kreisvorstand stellte sich hinter Ulrich Kumpfs Forderung, die „grüne Gentechnik“ in der Landwirtschaft zu stoppen.

GEISLINGEN / KREIS GÖPPINGEN. Dass er „Brauer mit Leib und Seele“ ist, hielt Hans-Ulrich Kumpf bei der Brauerei-Besichtigung des SPD-Kreisvorstandes nicht lange hinterm Berg. Gleich zu Anfang seiner Führung durch die Geislinger Brauerei räumte er mit dem Vorurteil auf, Bier wirke sich unvorteilhaft auf die Figur aus. „Bier macht nicht dick. Es regt lediglich den Appetit ein wenig an.“, erklärte Ulrich Kumpf schmunzelnd, der heute mit seinem Bruder Hans-Friedrich die Geschicke der 126 Jahre alten Brauerei leitet.

Während Ulrich Kumpf seinen Gästen um den SPD-Kreisvorsitzenden Sascha Binder die Arbeitsvorgänge im Sudhaus der Kaiserbrauerei erläuterte, kam er auch auf den enormen Konzentrierungsprozess im Brauereiwesen zu sprechen. „Jede Woche schließt in Deutschland eine Brauerei.“, veranschaulichte er das Wegsterben meist mittelständischer Braubetriebe, die dem Preisdruck der Großbrauereien erlägen. Als Markenzeichen der Kaiserbrauerei nannte Kumpf die rein heimischen Zutaten von momentan 32 Landwirten aus der Umgebung und seine 42 Mitarbeiter, die hinter dem Produkt steckten und sich mit diesem in hohem Maße identifizierten.

Im Gespräch mit dem SPD-Kreisvorstand forderte Kumpf eine gemeinsame, städteübergreifende Tourismus-Offensive im Landkreis Göppingen. „Wir müssen Magneten wie die WMF-Fischhalle besser nutzen, um Gäste in unsere Fußgängerzonen oder Altstädte zu locken.“, so der Geislinger Brauer. Als „wichtiges Standbein für Einzelhandel und Gastronomie“ bezeichnete auch der SPD-Kreisvorsitzende Sascha Binder den Tourismus für den Stauferkreis.

Bei der Kostprobe des Kumpfschen Gerstensafts vor den mächtigen Lagertanks warb Ulrich Kumpf für die Initiative für gentechnikfreie Pflanzen, Nahrungsmittel und Bier. Zusammen mit anderen „Brauern mit Leib und Seele“ stellt sich die Kaiserbrauerei mit dieser Initiative gegen Bestrebungen der Politik, den Anbau von gentechnisch verändertem Saatgut zu vereinfachen. Die Stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Brigitte Pullmann warnte vor „unberechenbaren Folgen dieses Eingriffes in die Schöpfung aus reinem Profitdenken einiger internationaler Konzerne“.
Am Ende der Besichtigung dankte Sascha Binder der Brauerfamilie Kumpf für deren Engagement in Geislingen und versprach, die Initiative der „Brauer mit Leib und Seele“ für gentechnikfreie Nahrungsmittel zu unterstützen.

Der SPD-Kreisvorstand bei der Brauerei-Besichtigung

 

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