Hofelich plädiert für Mittelstandsanleihe

Veröffentlicht am 29.10.2009 in MdB und MdL

Der SPD-Abgeordnete: Firmen beiseite stehen

Geislinger Zeitung

Kreis Göppingen. "Bei uns im Filstal haben wir einen Brennpunkt im Ringen um die industrielle Substanz des Landes", sagt der Göppinger SPD-Landtagsabgeordnete Peter Hofelich: Firmen schließen, stehen vor Entlassungen und kämpfen um soziale Lösungen in der Krise.

Das Land, so fordert Hofelich, müsse mit einer Mittelstandsanleihe und mit Regionalfonds einen stärkeren Beitrag leisten, um den Firmen angesichts Eigenkapitalverzehr und Kreditklemme beiseitezustehen: "Was jetzt an Industriearbeitsplätzen weg bricht, wird nicht mehr rückholbar sein."

In Gesprächen mit den Betriebsratsvorsitzenden von MAG Powertrain, Josef Hofelich, Allgaier, Hans Leitenberger, und Emga, dort Ralf Fiala, machte sich Hofelich, der auch industriepolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion ist, nach eigenen Angaben während der zurückliegenden Wochen und Monate ein vertieftes Bild von der Lage in der heimischen Industrie. Vorherrschender Eindruck: "Es liegt noch eine schwierige Wegstrecke vor den Betrieben." Dort, wo Betriebsräte und Firmenleitungen mit Respekt und im Sinne des Betriebsverfassungsgesetzes miteinander umgingen, helfe das den Strategien, jetzt die Krise durchzustehen und auf neue Produkte und neue Märkte zu zielen.

Hofelich: "Ich halte im Gegensatz dazu die, ja wohl eher zweckoptimistisch gefärbten Instituts- und Verbands-Meldungen von einem Ende der Krise für ziemlich verantwortungslos. Für die Beschäftigung beginnt jetzt die schwierigste Zeit. Da helfen Schönwetter-Prognosen ebenso wenig wie die schon notorische ,Wir sind Spitze-Selbstbeweihräucherung der CDU/FDP-Landespolitik; sie schaden eher."

Jetzt gelte es, die finanzielle Kluft zu überwinden. Regionalfonds könnten das Eigenkapital gefährdeter Firmen, wie etwa Traub in Reichenbach, stützen. Eine Mittelstandsanleihe wäre in der Lage, zusätzliche Finanzierungen für kleine und mittlere Unternehmen darzustellen. "Dafür brauchen wir aber eine Wirtschaftspolitik im Lande, die sich nicht auf Hochglanzprospekte und Kongresse konzentriert, sondern kreativ mit eigenen Instrumenten den Betrieben zur Seite steht", so Peter Hofelich. Der Strukturwandel werde nur sozial verträglich gelingen, wenn die industrielle Basis unserer Heimat jetzt stabilisiert werden könne. pm

 
 

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