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Ministerin Katrin Altpeter zu Gast beim SPD Neujahrsempfang
Bei dem traditionellen Neujahrsempfang der SPD Ebersbach am vergangenen Samstag konnte der Vorsitzende Helmut Kraus dieses Jahr einen hochkarätigen Gast begrüßen: die Sozialministerin des Landes Baden-Württemberg, Katrin Altpeter.
In seiner Begrüßungsrede sprach Bürgermeister Sepp Vogler die Probleme der Stadt an. Laut aktuellen Studien soll die Stadt drastisch an Einwohnern verlieren. Um diesem Problem Einhalt zu gebieten, warb er bei der Ministerin für die Bewerbung der Stadt für Förderungsmaßnahmen, die dieses Problem untersuchen und geeignete Gegenmaßnahmen auf den Weg bringen soll.
Nach seiner Rede bat er die Ministerin, sich in das Goldene Buch der Stadt einzutragen, dem die Ministerin mit Freuden nach kam.
Altpeter, die auf Vermittlung der Kreisrätin Brigitte Pullmann den Weg nach Ebersbach gefunden hat, legte den Schwerpunkt ihrer Rede auf die sozialen Ängste der Menschen in Deutschland und die unklare Zukunft vieler junger Familien, die von Arbeitslosigkeit und Lohnkürzung betroffen sind. „Das Kurzarbeitergeld, das noch von Olaf Scholz in der großen Koalition eingeführt wurde, war nicht nur ein Schritt um die Wirtschaft durch die Krise zu führen, sie war auch ein Schritt um die betroffenen Menschen durch die Krise zu führen und sie vor sozialem Abstieg und Arbeitslosigkeit zu schützen. Der Sozialstaat darf nicht mit den Mitteln der Betriebswirtschaft soziale Leistungen anbieten. Wir haben es in England und Griechenland gesehen was passiert, wenn Menschen keine Perspektiven haben und der Staat dies nicht verhindert.“
Gleichzeitig verteidigte sie unpopuläre Maßnahmen, die von der grün-roten Koalition durchgeführt wurden, wie die Erhöhung der Grunderwerbssteuer: „Die Erhöhung der Grunderwerbssteuer war nötig um einen Sozialen Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose einzuführen. Wir müssen Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren, das sind wir diesen Menschen schuldig.“
Nach ihrer Rede hatte Katrin Altpeter die Ehre zwei verdiente Mitglieder des Ortsvereins zu ehren. Ferdinand Bera und Helmut Frank traten beide 1971 im Zuge der Kanzlerschaft Willy Brandts ein und unterstützten den Ortsverein seit damals überall dort wo Not am Mann war.
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